Was ist Duplikation

In der gesamten Menschheitsgeschichte findet man Duplikationen. Die ursprünglichste ist vermutlich in der Zellteilung zu Hause. Die erste Zelle, die sich geteilt hat und damit den Grundstein für weitere Entwicklungen gelegt hat, kann man als Duplikation bezeichnen. Um noch genauer hin zu schauen verdoppelt sich ein Teilabschnitt eines Chromosoms um mit den vielen anderen Teilabschnitten ein neues Leben zu bilden oder zu wachsen.
Jeder lebende Organismus dupliziert sich.

Doch so tief in die Wissenschaft muss man gar nicht gehen. Man kann auch die Menschheitsgeschichte betrachten. Früheste Höhlenmalereien beweisen, dass das einmal erworbene und nützliche Wissen weitergegeben, also dupliziert werden sollte. Es war wichtig zu wissen, ob man nun das Tier mit der Mähne jagen konnte um davon Nahrung zu bekommen oder doch lieber davor ausreißen sollte.

Um doch noch einmal die Biologie aufzugreifen: die Menschen und auch alle Lebewesen haben sich ausgebreitet, weil sie sich dupliziert haben und dadurch mehr Raum einnehmen konnten.
Die Welt wurde dadurch erkundet, dass Menschen ihre Ideen ausbreiten, also duplizieren wollten.

Ein anderes Beispiel ist die Anzahl von Arbeitsgeräten, egal ob es der Faustkeil oder hoch technisierte Maschinen sind. Ist nur ein Gegenstand mit dem man arbeitet vorhanden, muss man warten bis man die eine Sache damit erledigt hat, ehe man die nächste beginnt. Um bei dem Faustkeil zu bleiben heißt das, dass die Neandertalerfamilie warten mussten bis Papa mit dem Zerlegen des gefangenen Tiere fertig war, bevor es essen gab. In der Wartezeit konnte man auch nicht andere Steine bearbeiten, Gräser stampfen, das Fell des erlegten Tieres für Kleidung zuschneiden oder sonst irgendetwas anderes. Wenn dann noch ein Feind kam, gegen den man sich nur mit einem Wurf des Faustkeils wehren konnte, war er im ungünstigsten Fall weg. Die logische Konsequenz ist demnach Duplikation. So kann der Sohnemann mit Papa zum jagen gehen und sie erlegen zwei Tiere anstatt eins. Währenddessen können die anderen Familienmitglieder zum Beispiel weitere Werkzeuge herstellen.
Heute brauchen wir zwar kein Faustkeil mehr, aber dafür zum Beispiel 2 Computer. Denn wenn ein PC mit schweren Rechenoperationen belegt ist, will man doch trotzdem im Internet surfen.
Jeder hat mehrere Kleidungsstücke um der Umgebung angepasst zu sein, Nachrichten werden überall verbreitet, Wissen wird weitergegeben, manche haben mehrere Wohnsitze, jede Form der Datensicherung ist eine Duplikation, Hierarchien können im weitesten Sinn dazu gezählt werden, McDonalds ist wohl das bekannteste Beispiel für erfolgreiche Duplikation eines einheitlichen Systems. Auch in der Tierwelt trifft man Duplikationen an: gewisse Fischarten können nicht einzeln überleben, sondern gewährleisten durch gleiches Verhalten im Schwarm ihr überleben. Seien es nun Gegenstände, Informationen oder Systeme, die Liste der Beispiele ist lang und man erkennt leicht, welche Kraft hinter der Duplikation steckt. Die Duplikation zieht sich also durch die gesamte Menschheitsgeschichte und ist vermutlich heute wichtiger und weiter verbreitet denn je. Was man auch erkennt, ist, dass die Duplikation einfach sein muss, damit sie sich durchsetzt, ansonsten gibt es zu viel Abweichungen und die Anzahl der Fehlversuche wird zu groß.

Ein einfaches duplizierbares System liegt also in der Natur der Menschen und kann von jedem genutzt werden, um seine Ziele zu erreichen.


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